ÜBER UNS

Ein bisschen mehr über unsere FF Picheldorf...

Die Zeit war und ist geprägt von Umbrüchen in der Feuerwehr, zahlreichen Unwetterkatastrophen, Modernisierungen sowie Anschaffungen von Fahrzeugen und Gerätschaften, Verbesserung des Ausbildungstandes, hervorragenden Wettkampfleistungen, Aufrechterhaltung und Pflege der Tradition und Kameradschaft sowie Förderung der Jugend und des Sports. Der Mitgliedstand der Feuerwehr erhöhte sich bis ins Jahr 2014 auf 53 Mitglieder und der Fahrzeugbestand auf fünf Kraftfahrzeuge sowie zwei Anhänger.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2000 - 2001

Am 21.10.2000 konnte ein neues Kleinlöschfahrzeug mit Allrad durch die Unterstützung der Marktgemeinde Oberaich angeschafft werden. Es handelte sich um die Marke Mercedes Sprinter, welcher hauptsächlich der Löschwasserversorgung  diente und mit einer Tragkraftspritze sowie einem ausfahrbaren Lichtmast ausgestattet war. Gleichzeitig wurde im Rüsthaus der FF Picheldorf der Jugendwissenstest des Bezirksverbandes Bruck an der Mur veranstaltet. Bei den Neuwahlen im Jahr 2001 kam es zu einem Kommandowechsel. HBI Josef Mannsbart wurde durch seinen damaligen Stellvertreter abgelöst. Im selbigen Jahr wurde auch der vorerst letzte Feuerwehrball der FF Picheldorf ausgerichtet. In einem beheizten Zelt am Vorplatz des Rüsthauses fand dieser regen Zuspruch. Auf einem Grundstück unterhalb des Rüsthauses, zwischen Mur und Oberwasserkanal, wurde am 19.05.2001 der Bezirksleistungsbewerb des Bezirkes Bruck an der Mur ausgerichtet, welcher zahlreiche Wettkampfgruppen anzog.

 

2002 - 2003

Im Rahmen des „Tennenfestes“ beim Anwesen Lanzer konnte am 29.06.2002 das Mannschaftstransportfahrzeug (VW Synchro, TDI) gesegnet und in den Fuhrpark aufgenommen werden. Wie sich herausstellte wurde es eines der dienlichsten Fahrzeuge im Feuerwehrdienst, es hat sich als Einsatzleitfahrzeug, Personentransportfahrzeug oder für Schulungsfahrten bestens bewährt. Im Jahr 2002 spendete die Familie Unterberger eine Fahne zu ehren von Karl Unterberger der Feuerwehr. Sie findet bei feierlichen Ausrückungen und Anlässen als Zeichen der Zugehörigkeit und Verbundenheit ihre Verwendung. Im Zuge der Weihung der Fahne wurde der „Picheldorfer Feuerwehrmarsch“, welcher von Kapellmeister Mag. Johann Kügerl komponiert wurde, durch die Marktmusik St. Dionysen uraufgeführt. In den darauffolgenden Jahren sollte das Hauptaugenmerk auf die Ausbildung der Kameraden gelegt werden. Zwar waren auch zahlreiche Einsätze zu verzeichnen, aber die Großeinsätze blieben zum Glück vorerst aus.

 

2004 - 2005

2004 kam es dann zur „Kleidungsumrüstung“, wobei die alten „grünen“ Uniformen und Stahlhelme durch die neuen „blauen“ Uniformen und Kunststoffhelme ersetzt wurden. Im gleichen Jahr wurden die ersten Atemschutzleistungsprüfungen absolviert. Inzwischen besitzen mehr 20 aktive Feuerwehrmitglieder zumindest das Abzeichen in Bronze. Seit dem Jahr 2005 zählt die Wettkampfgruppe zu einer der Besten im Bereichsfeuerwehrverband Bruck an der Mur. So wurde man in den Jahren 2005 bis 2014 viermal Bereichssieger in Bronze und eben sooft Zweiter. In Silber konnten zwei Siege und zwei zweite Plätze verzeichnet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2006 - 2007

Das Highlight des Jahres 2006 war am 30. Juni das Bezirksjugendlager des Bezirkes Bruck an der Mur. Das 3-tägige Jugendzeltlager wurde umrahmt mit einer Feuerstelle, einem Beachvolleyballplatz, Lagerspielen, einer Leistungsschau und schloss mit dem Jugendleistungsbewerb ab. Im selben Jahr gesellte sich die neu eingeführte Branddienstleistungsprüfung als Überprüfungselement des praktischen und theoretischen Wissens und Könnens im Fachbereich des Branddienstes hinzu. Wiederum tragen heute (Stand 01.08.2014) fast alle aktiven Mitglieder zumindest das Abzeichen in Bronze.

Zum Lebensretter wurde am 10. November 2006 Löschmeister Michael Mannsbart. Er vernahm im Oberwasserkanal in St. Dionysen Hilferufe, ohne zu zögern eilte er dorthin und sprang sofort ins Wasser, um die in Not geratene Frau zu retten. Durch die Unterstützung von Oberfeuerwehrmann Andreas Trobos konnte diese und deren zwei Hunde gerettet werden. Für Löschmeister Mannsbart gab es dafür das steirische Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber für Lebensrettung. Zum Landessieg hat es am 16.03.2007 beim Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold des Landes Steiermark für die FF Picheldorf durch OLM Ing. Mag.(FH) Wolfgang Trobos gereicht. Mit dem Punktemaximum funkte er sich in Lebring zum Landessieger.

 

2008 - 2009

Im Jahr 2008 begannen dann langsam die Unwetterkatastrophen ihren Lauf zu nehmen. Auch der Verantwortungsbereich der heimischen Wehr blieb nicht unverschont. So kam es am 27. Jänner 2008 zu heftigen Schäden durch das Sturmtief „Paula“. Zahlreich umgestürzte Bäume blockierten die Straßen in Mötschlach, St. Dionysen, Kotzgraben und Oberdorf. Ganz extrem hat es das Haus der Fam. Zettler J. in der St. Dionysenstraße erwischt. Das Dach des Wohngebäudes wurde fast komplett abgetragen. Mit Unterstützung der Drehleiter der FF Bruck an der Mur und Mithilfe der Nachbarfeuerwehr Oberaich konnte ein provisorisches Dach errichtet werden. Zu einem tödlichen Traktorunfall wurde die Wehr am 28. Mai 2008 alarmiert. Im Kotzgraben stürzte ein Traktor einen steilen unwegsamen Hang hinunter. Dabei schleuderte es den Fahrer aus der Kabine und wurde von diesem erdrückt. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Bergung stellte eine große Herausforderung dar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2008 und 2009 wurde jeweils eine Leiche aus dem Oberwasserkanal geborgen. Bei der zweiten Leiche, am 07. Mai 2009, war es besonders tragisch, da es sich um einen Jugendlichen handelte der zu Ostern in die stark strömende Mur gestiegen war und seitdem vermisst wurde. Erstmals wurde am 08. Mai 2009 der „Steirische Fire Cross Run“ ausgetragen. Der Lauf ist für Erwachsene und Jugendliche und führt über Stock und Stein durch den Löschbereich der FF Picheldorf. Auch die Verbundenheit der Wehr zum Sport ist hier offensichtlich. Neben dieser Veranstaltung wird auch jährlich an Eisstock- und Fußballturnieren erfolgreich teilgenommen. Der 21. Mai 2009 zeichnete wiederum durch schwere Unwetter und so kam es zu einer Überschwemmung in Mötschlach. Der Mötschlachbach führte sehr viel Schutt und Geäst mit sich, warum es auch beim Anwesen Pachner zu einer Verklausung beim Durchlass kam und der Bach überschwappte. Die Straße und die angrenzenden Wohnhäuser wurden dabei sehr in Mitleidenschaft gezogen. Zu einem erfreulicheren Erlebnis kam es am 11. Juli 2009 im Pfarrhof der Pfarre St. Dionysen. Genau zum 85- jährigen Bestehen wurde das „Feuerwehrdirndl“ der Öffentlichkeit präsentiert. Zu den Klängen des Picheldorfer Feuerwehrmarsches und angeführt von der Feuerwehrfahne marschierten die Feuerwehrdamen mit den Dirndln auf die Bühne. Das Dirndl besteht aus einem schwarzen Rock, dem roten Leib - Symbol für das Feuer - und der blauen Schürze - Symbol für das Wasser. Entworfen und gefertigt wurde das Dirndl von „Trachten Ziegler“ in Etmissl. Eine ganz besondere Aufgabe wurde Frau Monika Trobos zu teil. Sie wurde als Patin des Picheldorfer Feuerwehrdirndls bestimmt und wacht seitdem über diese.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2010 - 2011

Im Juni 2010 kam es abermals zu schweren Unwettern. Diesmal war der Kotzgraben besonders stark davon betroffen. Neben dem Anwesen Thonhofer/Hafellner rauschte eine Mure vorbei und verfehlte das Wohngebäude nur knapp. Am 12. November 2010 wurde der Feuerwehr eine neue Tragkraftspritze ausgeliefert. Nach 17 Jahren Dienstzeit hatte die Alte ausgedient und wurde durch eine von Magirus aufgebaute „Pumpe“ mit 54 PS und 1.200 Liter Fördermenge ersetzt. In der Silvesternacht auf 2011 kam es zum Brand eines Hauses unterhalb der Kirche St. Dionysen. Durch die abermals gute Zusammenarbeit mit der FF Oberaich konnte man den Brand löschen, wobei das Dach nicht mehr gerettet werden konnte, zwei Personen wurden mit Rauchgasvergiftung ins LKH Bruck eingeliefert. 2011 hatte man sich für einen Rüsthauszu- und umbau entschlossen. Der finanzielle Rahmen betrug 150.000€, womit man zusätzliche Abstellplätze und Lagerräume schuf sowie den Mannschaftsraum und die Damenumkleiden erweiterte. 10.000 freiwillige Stunden und drei Monate später konnte die Masse des Zubaus abgeschlossen werden, sodass man im Herbst den Feuerwehrheurigen schon in den neuen Räumlichkeiten feiern konnte.

 

2012 - 2013

Zu wiederum zahlreichen Murenabgängen kam es im Juli 2012. Nicht nur im eigenen Verantwortungsbereich wurde man zur Hilfe gerufen, sondern auch überörtlich, wie zum Katastropheneinsatz nach St. Lorenzen bei Trieben. Dort staute sich ein Bach dermaßen auf, dass danach eine komplette Ortschaft weggerissen wurde. Zum Einsatz kamen zahlreiche Katastrophe-Hilfsdienst-Einheiten (KHD) und unter anderem auch der KHD-Anhänger der FF Picheldorf. Ebenfalls zahlreiche Murenabgänge waren auch im Kotzgraben zu verzeichnen und in Picheldorf kam es beim Anwesen Moderer zu einem Hangrutsch, wo die Straße und das Carport abrutschten.

Schon wie im Jahr 2009 kam es am 04. Mai 2013, während des traditionellen Florianitages, wieder zum Übertritt des Mötschlachbaches aufgrund von Verklausungen. Wiederum wurden die Straße und die angrenzenden Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Der starke Sturm am 29. Juli des Jahres brachte zahlreiche Bäume auf der Straße zum Madereck und in den Kotzgraben zu Fall, sodass die Straßen nicht mehr befahrbar waren und aufgeforstet werden mussten. Weil ein Baum im Kotzgraben eine Stromleitung kappte, kam es dort auch kurzerhand zu einem Brand, welcher zufällig durch Feuerwehrkameraden entdeckt und noch rechtzeitig bekämpft werden konnte.

Zu einem weitaus größeren Waldbrand kam es dann am Nachmittag des 06. August 2013 im Kotzgraben. Aufgrund der schweren Zugänglichkeit und Trockenheit wurden weitere 9 Feuerwehren der Bereiche Bruck und Leoben mit deren Tanklöschfahrzeugen alarmiert. Insgesamt waren 17 Fahrzeuge und über 80 Mann im Einsatz. Durch den raschen Einsatz konnte schlimmeres verhindert und in den Abendstunden „Brand aus“ gegeben werden. Abermals im Kotzgraben mussten die Feuerwehrmänner im September zu einem Traktorunfall ausrücken. Tragisch dabei war, dass man zur Rettung eines jungen Kameraden alarmiert wurde, der den Traktor überstellen wollte, dann jedoch von der Straße abkam und rund 100m in die Tiefe stürzte. Beim Eintreffen war er nur teilweise bei Bewusstsein, aber er  hat fast wie ein Wunder den Unfall schwer verletzt überlebt. Nachdem er erfolgreich abgeseilt wurde, wurde er mit dem Hubschrauber auf dem schnellsten Weg ins LKH Graz geflogen.

Die vorerst letzte Aufwertung des Fuhrparks war der Ankauf eines LKWs. Wieder hatten die eigenen Kameraden Oberbrandinspektor Ing. Christian Hafellner, Brandmeister Josef Berger, Löschmeister Andreas Jansenberger und Gerhard Wentner zahlreiche Stunden in den Aufbau des Fahrzeuges investiert. Weil es für das Fahrzeug keine Förderungen gab musste man alleine für die Kosten aufkommen. Die Notwendigkeit eines solchen Fahrzeuges stand jedoch nie zur Diskussion.

 

2014

Dass die Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehren sehr gut funktioniert, haben die zahlreichen Einsätze bewiesen, ebenso auch die Zusammenarbeit mit dem Bereichsfeuerwehrverband Bruck an der Mur. Verdeutlicht wurde dies im Jänner 2014 als Brandinspektor Johann Trobos mit den Agenden des Bereichsbewerbsleiters beauftragt wurde.

 

 

Tradition & Veranstaltungen

Besonders traditionell wird immer noch der Florianitag gefeiert. Er wird gleich wie vor Jahrzehnten durchgeführt. Mit der Musikkapelle St. Dionysen wird vom Rüsthaus in die Kirche marschiert. Dort feiert man zu Ehren des Schutzpatrons, den Hl. Florian, die Hl. Messe. Danach wird in den Pfarrhof ausmarschiert und stärkt sich bei einer Agape. Im Anschluss finden Beförderungen und Ehrungen statt, ehe man wieder zum Rüsthaus im Schritt zurück marschiert. Als Zeichen der Zugehörigkeit und des Gemeinschaftsgefühls wurde im Jahr 2009 das „Feuerwehrdirndl“ für die Frauen, Freundinnen und Mütter der Feuerwehrkameraden eingeführt. Ebenso als Zeichen der gut funktionierenden Kameradschaft wurde am 28.04.2001 das Picheldorfer Feuerwehrlied im Gasthaus Waldschenke geschrieben. Basierend auf der Melodie „Auf den Ufern des Mexico Rivers“ wird das Lied bei zahlreichen Veranstaltungen gesungen, was unter anderem so geht:

„An den Ufern des E-Werk Kanales, steht ein Rüsthaus so stolz und so fein, und ich bin ja so glücklich und zufrieden, bei der Picheldorfer Feuerwehr zu sein. Sei es Feuer, Sturm oder Regen, wir rücken aus und riskieren unser Leben, für die Menschen die in diesem Dorfe Leben, und kehren heim nur durch Gottes Segen,…“

In den letzten fünfzehn Jahren gab es auch den einen oder anderen Wechsel der Veranstaltungsorte der Feuerwehrfeste. Seit 2003 zählt der „Feuerwehrheurige“ zu einem der bestbesuchten Festen der Wehr. Vormals fand das „Tennenfest“ beim Anwesen Lanzer statt. Welches das über die Grenzen des Bezirkes hinaus jahrelang bekannte „Burgfest“ im Pfarrhof der Pfarrkirche St. Dionysen ablöste. Ein weiteres Event ist ebenso hervorzuheben, dass nunmehr seit 2009 seinen Bestand hat. Der „Steirische Fire Cross Run“ wurde ins Leben gerufen und sollte unter dem Motto „Fit für den Einsatz“ Feuerwehrkameraden motivieren Sport zu betreiben, aber auch sich mit anderen in einem Wettlauf zu messen. Seitdem erfährt dieser einen regen Zuspruch, sodass er zur größten Sportveranstaltung der Gemeinde Oberaich avanciert ist und jährlich knapp 300 Teilnehmer anzieht. Weiters gibt es noch das Osterfeuer, das genauso ein fixer Bestandteil im Gemeinschaftsleben des Ortsteiles Picheldorf/Dionysen wie das Friedenslicht ist, welches jährlich von der Feuerwehrjugend abgeholt und ausgegeben wird.

 

 

Kommandanten und Stellvertreter von 1999 – 2014

Bis 2001 hatte über 15 Jahre lang Hauptbrandinspektor Josef Mannsbart das Kommando inne. Ihm zu Ehren wurde zu seinem 60. Geburtstag im Jahr 2001 der Saal im Rüsthaus Picheldorf auf „Sepp Mannsbartsaal“ benannt. Ihn löste im Jahr 2001 ein Mann ab (der hier nicht genannt werden will), ehe er im Jahr 2012 zurück trat. Interimsmäßig übernahm für ein halbes Jahr Oberbrandinspektor Ing. Christian Hafellner, bis im Oktober des genannten Jahres, der ehemalige Schriftführer bzw. zuletzt EDV- Beauftragte und seit Jahren im Ausschusstätige Dipl.-Ing. Harald Lehofer die Führung übernahm. Er wurde bei einer außerordentlichen Wahlversammlung mit großer Mehrheit zum neuen Kommandanten gewählt (Abbildung 3).

Als Stellvertreter war ein Mann (der hier nicht genannt werden will) bis ins Jahr 2000 und Michael Mannsbart bis 2003 tätig. Seit dem wurde der damals noch relativ junge Ing. Christian Hafellner viermal wiedergewählt und übt bis dato diese Funktion aus. Besonderes Geschick zeigt er bei der Beschaffung von neuem Gerät und Fahrzeugen. So wurde auch unter seiner Regie der bis heute einzige KHD- Anhänger der Steiermark gebaut, welcher für überregionale Katastrophen zum Einsatz kommt.