Zimmerbrand im Pfarrheim St.Dionysen - Abschnittsübung

12.10.2026
Übungsannahme und Alarmierung Um 18:30 Uhr wurden die Einsatzkräfte des Abschnitts 01 (Bereichsfeuerwehrverband Bruck an der Mur) zu einer großangelegten Abschnittsübung alarmiert. Als Übungsannahme diente ein Zimmerbrand im Bereich des Pfarrheims St. Dionysen mit mehreren vermissten Personen sowie einer drohenden Brandausbreitung auf die angrenzende Kirche. Die Freiwillige Feuerwehr Picheldorf fungierte bei dieser Übung als einsatzleitende Feuerwehr und Gastgeber.
Eintreffen und Einsatzleitung
Um 18:35 Uhr trafen das HLF 2, der LKW sowie das MTF-A und KDO der FF Picheldorf gemeinsam mit dem Roten Kreuz am Übungsort ein. Kurz darauf folgten das HLF 4 und das LFB der FF Bruck an der Mur (18:43 Uhr) sowie das TLF-A der Betriebsfeuerwehr Norske Skog, das KLF-A der Betriebsfeuerwehr voestalpine Wire Austria und das HLF 1-LB der FF Oberaich (18:47 Uhr). Das MTF-A Picheldorf baute umgehend die Einsatzleitung auf, führte die Lageskizze und übernahm die Koordination der anrückenden Kräfte in enger Abstimmung mit Einsatzleiter ABI Trobos.
Menschenrettung und Atemschutznotfall
Der Auftrag des HLF 2 Picheldorf umfasste die Menschenrettung und Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz im betroffenen Gebäude. Das HLF 4 Bruck stellte den Atemschutz-Rettungstrupp, sicherte die initiale Wasserversorgung für das HLF 2 und nahm in weiterer Folge die Brandbekämpfung über den Innenhof auf. Ein zentraler Ausbildungsschwerpunkt der Übung war die Simulation eines Atemschutznotfalls, bei dem zwei Geräteträger des HLF 2 Picheldorf gerettet werden mussten. Dieses Szenario erfordert eine spezielle Rettungstechnik, da das hohe Ausrüstungsgewicht in Kombination mit der eingeschränkten Bewegungsfreiheit die Rettung verunfallter Kameraden massiv erschwert. Das Rote Kreuz übernahm die anschließende medizinische Versorgung der aus dem Brandobjekt geretteten Personen sowie der simuliert verunfallten Geräteträger.
Wasserförderung und Riegelstellung
Das LFB Bruck stellte zunächst eine Zubringleitung von einem örtlichen Löschwasserbehälter zu den beiden HLF her und übernahm im weiteren Verlauf die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz in St. Dionysen. Die Besatzungen des HLF 1-LB Oberaich und des KLF-A voestalpine Wire Austria errichteten parallel eine Zubringleitung über die Zufahrtsstraße zur Kirche. Da hierbei eine Strecke von mehreren hundert Metern und eine beträchtliche Höhendifferenz überwunden werden mussten, wurde die Leitung im Pumpen-Relaisbetrieb betrieben. Das TLF-A Norske Skog positionierte sich zeitgleich zur Riegelstellung, um den Sakralbau der Kirche St. Dionysen sowie die Nebengebäude vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen.
Übungsbesprechung und Abschluss Durch das rasche Eintreffen eingesetzten Kräften konnte das Übungszenario erfolgreich und sicher abgearbeitet werden. Neben den Einsatzorganisationen machten sich auch kommunale Entscheidungsträger ein Bild der Lage. Als Übungsbeobachter waren Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger, Stadtamtsdirektor Markus Hödl, Brandrat Jürgen Rachwalik und HBM Markus Pfeiler anwesend. In der abschließenden Übungsbesprechung betonte BR Jürgen Rachwalik die enorme Wichtigkeit der engen, organisationsübergreifenden Zusammenarbeit im Abschnitt und Bereichsfeuerwehrverband. Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger lobte die angetretenen Mannschaften für das hohe Ausbildungsniveau und unterstrich die Bedeutung der unentgeltlichen, ehrenamtlichen Tätigkeit für die Gemeinschaft. Die Übung klang anschließend bei einer gemeinsamen Stärkung aus. Eingesetzt waren über 50 Kräfte aus verschiedensten Blaulichtorganisationen aus dem Abschnitt 01 Bruck/Mur mit 11 Fahrzeugen.
©FF-Picheldorf




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